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Schlosspark Laxenburg bei Wien

Hallo und liebe Grüße aus Wien. Ich freue mich sehr dich wieder bei meinem Blog begrüßen zu können. Heute berichte ich von einem Ausflug, welcher schon ein paar Tage zurück liegt. Das ändert nichts daran, dass ich euch diesen Ausflug als kleinen Tipp für eure Unternehmungen empfehlen möchte. Wir haben einen kleinen Ausflug zu den Schlösser und der Parkanlage von Laxenburg gemacht. Der Schlosspark Laxenburg befinden sich in Niederösterreich an der Grenze zu Wien.

Bei diesem Ausflug konnten wir den Frühling wahrlich riechen. Die großen Plätze, befüllt mit Bärlauch, das war wahrlich ein Genuss. Schon bekommt man wieder Lust auf einen Koch-Abend - auf das Herstellen von Bärlauch-Pesto und jede Menge anderer Köstlichkeiten. Doch nun ein wenig zum Park: Bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie war Laxenburg ein wesentlicher Aufenthaltsort der Habsburger. Diese Tradition begann schon mit Kaiser Karl VI. So wurde von Maria Theresia auch eine lange, durchgehende Allee von Schönbrunn, nämlich auf der Trasse der heutigen Schönbrunner Allee, nach Laxenburg errichtet. Die heute nicht mehr existierende Laxenburger Bahn wurde ebenfalls eigens für den Kaiser zwischen der Südbahn in Mödling und Laxenburg errichtet.

Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth verbrachten 1854 ihre Flitterwochen in Laxenburg. Auch zwei ihrer vier Kinder – Gisela (1856–1932) und Kronprinz Rudolf (1858–1889) – wurden auf Schloss Laxenburg geboren. Der letzte Kaiser, Karl I., residierte 1917/1918 fast ständig in Laxenburg, weil er damit das von ihm persönlich geleitete Armeeoberkommando in Baden bei Wien ganz in der Nähe hatte und politische Kontakte pflegen konnte, ohne dauernd von Wienern beobachtet zu werden.

Der Schlosspark, der ein ausgedehntes Jagdgebiet war, stammt schon wie das alte Schloss aus dem 13. Jahrhundert und war im Besitz der Herren von Lachsenburg. Als dieses Geschlecht im 14. Jahrhundert ausstarb, kamen die Besitzungen in die Hände der Habsburger.

Nach 1780 wurde unter Kaiser Joseph II., dem Sohn Maria Theresias, der ungefähr 250 ha große Schlosspark, anders als der im französischen Stil beibehaltene Schönbrunner Schlosspark, in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Das markanteste Kennzeichen des Schlossparks ist der 25 ha große Schlossteich. Im Schlossteich befindet sich eine Insel, auf der 1801 bis 1836 die nach Kaiser Franz II. bzw. I. benannte Franzensburg (siehe oben) errichtet wurde. Zudem befinden sich im Schlossteich weitere bewaldete Inseln.

Im Schlosspark befinden sich zahlreiche historische Bauten, wie das Grüne Lusthaus, der Concordiatempel (siehe unten), der Turnierplatz (siehe oben), das Haus der Laune, die Felsengrotte, die Rittergruft und die Rittersäule, die Hofeiskeller, sie dürften zur Eisgewinnung aus dem Teich gedient haben, die Kolossalbüste von Kaiser Franz I. und der rund 200 Jahre alte Taubenschlag im Schlossareal.

Ein Säulenkranz korinthisch ausgerichtet umrundet den Concordia-Tempel. Akanthusblätter zieren die Säulen. Bis vor einigen Jahren war am Rand des Parks ein Erholungszentrum sowie ein Campingplatz eingerichtet. Heute gehört der Park zu den sehr beliebten Ausflugszielen der Wiener Stadtbevölkerung, er eignet sich für ausgedehnte Spaziergänge und am Teich werden Bootsfahrten angeboten. Du erreichst Laxenburg ganz gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Du fährst mit der ÖBB oder den Wiener Linien (U1, 18, D, O, 13A, 69A) bis Wien Hauptbahnhof, dann mit der Autobuslinie 200 ab Wien Hauptbahnhof (N) bis Laxenburg Franz-Josephs Platz. Die Fahrzeit beträgt ca. 30 Minuten, von Laxenburg Franz-Josephs-Platz sind es 3 Gehminuten bis zum Parkhaupteingang (P1). 

Oder du fährst mit den Zügen der ÖBB bis Mödling Bahnhof, von dort mit der Autobuslinie 215 (Bahnhofsplatz) bis  Laxenburg Franz-Josephs-Platz, die Fahrzeit beträgt ca. 20 Minuten, von Laxenburg Franz-Josephs-Platz sind es wieder 3 Gehminuten bis zum Parkhaupteingang (P1)

Hunde sind in der Parkanlage herzlich Willkommen. Für uns Hundebesitzer sollte es jedoch selbstverständlich sein, dass wir die Hinterlassenschaften der Hunde wegzuräumen haben. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2,60 Euro, für Kinder 1,40 Euro und für Hunde 2,40 Euro. Eine Fährfahrt zur Franzensburg kostet für alle 0,60 Euro. Der Park ist ganzjährig und ganztägig geöffnet. Wir hatten unseren Spaß und werden die Parkanlage, mit all seinen Sehenswürdigkeiten, schon bald wieder besuchen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Cornelia (Sonntag, 06 Mai 2018 18:48)

    Ein wunderschöner Blog. Gratuliere recht herzlich.