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Wienerbergteich nicht nur zum cruisen

Hallo und liebe Grüße. Schön dich wieder bei meinem Blog zu haben. Letztens habe ich mit meinem Partner einen Spaziergang zum Wienerbergteich gemacht. Da kam mir folgende Idee: "Weshalb berichte ich nicht von dieser schönen Gegend Wiens. Bilder vom Herbst und Winter habe ich ja auch noch irgendwo auf meinem Computer." Noch ein paar aktuelle Sommerfotos schießen, und da ist er nun, mein Artikel über den Wienerbergteich und das Erholungsgebiet Wienerberg. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - der Wienerbergteich im Erholungsgebiet Wienerberg ist zu jeder Jahreszeit ein beliebter Ausflugsort für Jung und Alt. 

Das Erholungsgebiet Wienerberg in Wien ist eine große Grünfläche auf dem ehemaligem Ziegeleigelände am südlichen Abhang des Wienerbergs. Es liegt im Süden der Stadt, im 10. Bezirk (Favoriten), zwischen der Triester Straße im Westen, der Raxstraße im Norden, der Neilreichgasse im Osten sowie der Otto-Probst-Straße und dem Friedrich-Adler-Weg im Süden. 

Nicht nur Erholungssuchende und Ausflügler haben den Wienerberg bzw. den Wienerbergteich für sich entdeckt. Beliebt ist dieses Erholungsgebiet schon seit Jahren auch bei Männern, die das Areal für das Ausleben ihrer (homo)sexuellen Fantasien unter Gleichgesinnten verwenden. Doch nicht nur Gays und Bisexuelle haben den Wienerberg zu eines ihrer Lieblingsplätze Wiens gemacht, auch viele Hetero-Paare lieben die Ruhe vor Ort. Selbst FKK-Badende (wenn auch nicht offiziell) finden in Höhe Triesterstraße/Hertha Firnberg-Straße, ihren Bereich. Zum Baden, Sonnenanbeten und Cruisen.

Der Wienerberg und Wienerbergteich ist Teil des einwohnerreichsten Gemeindebezirks Favoriten, es ist ein Erholungsgebiet mit einer Gesamtfläche von 117 Hektar, von denen 90 Hektar geschützt sind und 16 Hektar auf Wasserflächen entfallen. Der geschützte Teil weist eine vielfältige Flora und Fauna auf, darunter auch einige der auf der Roten Liste stehenden Arten, wie etwa der große Feuerfalter oder die europäische Sumpfschildkröte.

Der Wienerberg bildet mit dem östlich gelegenen Laaer Berg (251 m ü. A.) den weitesten Vorsprung des Wienerwalds in das Wiener Becken, und gehört zur Terrassenlandschaft am Beckenrand. Der Hügelzug liegt zwischen dem Tal der Wien (zum Donaukanal) und der Donau im Norden, und der Niederung der Liesing (zur Schwechat) im Süden. Die weithin sichtbaren Wahrzeichen des Wienerbergs ist der alte Wasserturm Favoriten. 

In jüngster Zeit kamen die Hochhaustürme des Architekten Massimiliano Fuksas, der Vienna Twin Tower dazu. Sie sind Teil des neuen Wienerberg City genannten Geschäfts- und Wohnviertels, das noch die weiteren Hochhäuser Delugan-Meissl-Tower, den Coop-Himmelb(l)au-Tower und den Monte-Verde des Architekten Albert Wimmer umfasst. Der Delugan-Meissl-Tower ist benannt nach dem Wiener Architekturbüro Delugan Meissl.

Es existieren ein 14 km langes Wegenetz, mehrere kleine Teiche sowie der größere Wienerbergteich, Spielplätze, ein Streetballplatz, mehrere Fußballplätze, ein Beachvolleyballplatz und Radwege. Der Wienerbergteich wird bei entsprechenden Temperaturen als Naturbadeplatz genutzt und weist laut Untersuchungen der Stadt Wien auch eine ausreichende Wasserqualität auf, ist jedoch derzeit nicht offiziell als solcher gewidmet. Weiters gibt es eine eigene Hundezone, mehrere Liegewiesen, einen Heilkräutergarten, den Biergasthof Chadim, eine Pferdekoppel sowie Laufstrecken, sogenannte Running Checkpoints.

Seit Jahrzehnten betreut die MA 49 das beliebte Naherholungsgebiet am Wienerberg. Es ist mit rund 1,25 Millionen Besuchern pro Jahr eines der am dichtesten genutzten Freizeitareale Wiens mit einem vielfältigen Angebot für Jung und Alt. Die Geschichte des Wienerberges ist geprägt durch die lange Tradition der Ziegelwerke. Bereits die Römer haben das Gebiet zur Ziegelgewinnung genutzt. Maria Theresia ließ 1775 am Wienerberg die erste staatliche Ziegelei errichten. 

Um 1820 wurde die Ziegelfabrik am Wienerberg zur größten Europas. Sie beeinflusste die Architektur jener Zeit (zum Beispiel Hauptzollamt, Arsenal und Semmeringbahn). Arbeiterwohnhäuser und soziale Einrichtungen, wie Krankenhaus und "Kinderbewahrungsanstalt", wurden errichtet. Um 1870 begann die große Ausbeutung der Ziegelarbeiter (Kinderarbeit, Werksgeld als Lohn). 

Erst in den 1960er-Jahren wurde der Lehmabbau unrentabel und die Ziegelwerke wurden stillgelegt. Das Areal war nunmehr im Besitz der Stadt Wien. Es wurde als Hausmüll- und Bauschuttdeponie genutzt. Ende der 1970er-Jahre wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. Dieser bildete den Auftakt für die Gestaltung des heutigen naturnahen Erholungsgebietes. 1995 erfolgte die Erklärung zum geschützten Landschaftsteil.

Der Wienerberg ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Wiener Linien gut zu erreichen. Die Straßenbahn-Linien 1, 67 und die Buslinien 7A, 7B, 15A, 65A, 16A ... bringen dich zum Erholungsgebiet Wienerberg bzw. zur Wienerberg City, von wo aus es wenige Gehminuten zum Erholungsgebiet sind. Für Auto-Anreisende sind genügend Parkplätze vorhanden.

Fotos: Meine Männerwelt

Siehe dazu auch: Cruising Outdoor-Plätze in Wien

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