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Spaziergang durch den Augarten in Wien

Hallo und sonnige Grüße aus dem wunderschönen Wien, genauer gesagt vom Wiener Augarten. Heute möchte ich euch von unserem Spaziergang durch den Wiener Augarten berichten. Bei diesem kleinen Ausflug habe ich ein paar wenige Bilder gemacht, diese fand ich so schön, dass ich sie euch unbedingt zeigen möchte. Bitte bedenke, dass meine Fotos keine Profi-Bilder sind. Doch nun zum Augarten: Der Augarten ist ein größtenteils öffentlicher Park mit der ältesten barocken Gartenanlage Wiens und befindet sich im zweiten Wiener Gemeindebezirk. 

Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet. Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind. Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.

Im Augarten befinden sich das Augartenpalais, Sitz der Wiener Sängerknaben, das historische Schloss Augarten mit der Porzellanmanufaktur Augarten, das Atelier Augarten, dessen Nutzung derzeit offen ist, das Filmarchiv Austria, ein Altersheim, der Lauder Chabad Campus, ein Kinderfreibad und mehrere Sportplätze. 2012 kam der MuTh genannte Konzertsaal der Sängerknaben an der Südspitze des Areals, am Augartenspitz, dazu. Historische Relikte sind die beiden hohen Flaktürme (Flak = Fliegerabwehrkanone) aus dem Zweiten Weltkrieg.

Neben mehreren Trinkwasserbrunnen stehen im Augarten zwei gastronomische Betriebe zur Verfügung, einer (Bunkerei, zum Teil in einem Kriegsbunker) im Parterre an der südwestlichen Parkmauer, einer im Verbund mit dem Atelier Augarten. Die barocke Gartenanlage, das Palais und der erhaltene Teil der ursprünglichen Augartenmauer aus dem frühen 18. Jahrhundert stehen seit dem Jahr 2000 unter Denkmalschutz. Der Park selbst gehört zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmalen Österreichs und steht als solcher explizit unter Denkmalschutz.

Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind. Der Bau der Wiener Flaktürme mit den einhergehenden destruktiven Erscheinungen setzte dem Augarten allein schon sehr arg zu, doch darüber hinaus wurden während des Krieges auch noch hunderte Kubikmeter Schutt deponiert, fuhren Panzerfahrzeuge kreuz und quer durch die Gartenanlage und es wurden Massengräber angelegt, in denen viele hundert Kriegsopfer beigesetzt worden sein sollen.

Ende der 1960er Jahre wurde versucht, einen der beiden Flaktürme zu sprengen. Der Turm wurde zwar erheblich beschädigt – die Risse sind noch gut zu sehen – blieb jedoch stehen. Bis auf die de facto unzerstörbaren Türme ist von den Kriegstagen aber heute nichts mehr zu sehen. Die kulturelle Bedeutung des Augartens darf man nicht unterschätzen. Im Mai 1782 fand im Gartensaal des Schlosses Augarten das erste der Morgenkonzerte unter der Leitung von Wolfgang Amadeus Mozart statt, das Haus bot aber auch Raum für zahlreiche andere Feste und Konzerte. 

Die Morgenkonzerte wurden eine Zeit lang von Mozart selbst dirigiert, danach wechselten sich verschiedene Dirigenten ab, bis 1795 dem berühmten Violinisten Ignaz Schuppanzigh die Leitung der Konzerte übertragen wurde. Auch Ludwig van Beethoven ließ mehrere seiner Werke unter der Leitung von Schuppanzigh im Augarten aufführen. In den Jahren 1820 bis 1847 fanden im Gartensaal des Schlosses die viel besuchten 1. Mai-Konzerte statt, in deren Rahmen vorwiegend Kompositionen von Johann Strauß (Vater) dargebracht wurden. Von 1998 bis 2007 beheimatete die Wiese vor dem Gefechtsturm jeweils in den Sommermonaten Juli und August ein Freiluft-Kino unter dem Namen Kino unter Sternen. Na, Lust auf einen kleinen Spaziergang bekommen? Dann nichts wie hin. Mit den Wiener Linien erreichst du schnell von allen Richtungen den Park. 

Seit 2008 läuft im südlichsten Teil des Augartens (dem Augartenspitz) als indirekter Nachfolger das Kino wie noch nie, ein Projekt des Filmarchivs Austria. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden typischerweise internationale Filme abseits des Hollywood-Mainstreams gezeigt, überwiegend in Originalfassung. Ab 2010 wurde, trotz heftiger Proteste von Anrainern und Bürgerinitiativen, am Augartenspitz eine Konzert- und Mehrzweckhalle für den Verein Wiener Sängerknaben errichtet, der das Areal gepachtet hat. Unter der Bezeichnung MuTh (für Musik und Theater) wurde das Gebäude am 9. Dezember 2012 eröffnet.

Link: Besuche dazu die passende Fotostrecke

Fotos: Meine Männerwelt

Informationen: aus verschiedenen Internetseiten, u. a. Wikipedia 

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