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Trotz Verbot - einige US-Botschaften zeigen Flagge

Das hat sich US-Präsident wohl anders vorgestellt. Mehrere Diplomaten umgehen laut Medienberichten ein Verbot des US-Außenministeriums, die Regenbogenflagge an den US-Botschaften zu hissen. Ein anonymer Diplomat spricht von einem „Aufstand der ersten Kategorie“. Das US-Außenministerium hat Medienberichten zufolge seinen Auslandsvertretungen verboten, die Regenbogenflagge zum Gay-Pride-Month an den Fahnenstangen der Botschaften zu hissen. Zahlreiche Diplomaten umgehen laut US-Medienberichten vom Wochenende aber das Verbot, indem sie das Symbol der LGBTQ-Gemeinde anderswo auf dem Botschaftsgelände zeigen. LGBTQ ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. Demnach zeigten US-Botschaften beispielsweise in Südkorea, Indien und Österreich im Juni die umstrittene Flagge in verschiedenen Formen. 

„Das ist ein Aufstand der ersten Kategorie“, zitierte die „Washington Post“ einen Diplomaten, der anonym bleiben wollte. Das US-Außenministerium und das Weiße Haus in Washington, der Amtssitz des Präsidenten Donald Trump, wollten sich auf eine Anfrage der Tageszeitung „The Hill“ zunächst nicht zu dem Flaggenverbot äußern. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama sei das Hissen der Regenbogenflagge im Juni grundsätzlich erlaubt gewesen, berichtete der Sender NBC. In diesem Jahr seien die Diplomaten vom Außenministerium informiert worden, dass die Nutzung des Fahnenmastes eine besondere Genehmigung brauche. Bisher sei aber keine Anfrage genehmigt worden.

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