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Tagesausflug nach Berlin

Hallo! Ja, wir sind schon ein paar verrückte Hühner. Bei unseren Treffen kommen wir immer auf die verrücktesten Ideen. Letztens kamen wir auf die Schnapsidee, einen Tagesausflug in die deutsche Bundeshauptstadt Berlin zu machen. Dies ist mit Easyjet von Wien aus gut, schnell und kostengünstig machbar. Mehrmals täglich geht es mit Easyjet von Wien in Richtung Nordosten. 

Wir haben uns für den Flug um kurz nach 8:00 Uhr entschieden und kamen pünktlich um 9:45 Uhr in Berlin an. Zurück ging es um kurz vor 19:00 Uhr. Bei beiden Strecken war die Crew ausgesprochen freundlich und "gut gelaunt". Und ja, wir haben in Berlin all das gesehen, was uns irgendwie bekannt war und was auf unserer To Do Liste stand. Der erste Weg führte uns direkt zum Alexanderplatz. Der Alexanderplatz liegt am nordöstlichen Rand der historischen Mitte von Berlin. Der rechteckige Platz im Ortsteil Mitte geht auf den Platz vor dem Königs Thor zurück und erhielt 1805 nach dem russischen Zaren Alexander I. seinen heutigen Namen. Im Berliner Volksmund wird er meist nur „Alex“ genannt. Mit täglich mehr als 360.000 Passanten war der Alexanderplatz 2009 der viertbelebteste Platz in Europa und ist laut einer Studie die meistbesuchte Gegend Berlins noch vor der City West um Kurfürstendamm und Tauentzienstraße. Also war uns klar, da müssen wir hin.

Da auf dem Alexanderplatz auch der Berliner Fernsehturm, mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands sowie das vierthöchste freistehende Bauwerk Europas steht, müssen wir auch da hoch hinauf. Leider sind von oben die Fotos nicht so schön geworden, da die Verglasung getönt waren. Die Bilder hatten somit alle einen Braun-Ton. Der Fernsehturm war im Jahr der Fertigstellung 1969 der zweithöchste Fernsehturm der Welt und zählt mit über einer Million Besuchern jährlich zu den zehn beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland.

Gleich am Fuße des Fernsehturmes befindet sich die Marienkirche. Sie ist die älteste noch sakral genutzte städtische Pfarrkirche Berlins, eines von ursprünglich sechs mittelalterlichen Kirchengebäuden in der historischen Mitte Berlins, im ehemals dicht bebauten Marienviertel. Neben der Marienkirche befindet sich der Neptunbrunnen. In den Jahren 1888 bis 1891 im Stil des Neobarocks von Reinhold Begas auf dem Schloßplatz errichtet, wurde er nach dem Abriss des Schlosses 1951 entfernt. Bei der Neugestaltung des Ost-Berliner Stadtzentrums erhielt er 1969 gegenüber dem Roten Rathaus, neben der Marienkirche einen neuen Platz. Der aus einem vierpassförmigen Granit­becken und fünf allegorischen Bronze­figuren bestehende Neptunbrunnen ist die größte und bedeutendste Brunnenanlage der Stadt. 

Nicht weit vom Neptunbrunnen entfernt haben wir auch schon den Berliner Dom gesehen. Der Berliner Dom am Lustgarten auf der Museumsinsel ist eine evangelische Kirche und dynastische Grabstätte im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Sie ist die größte evangelische Kirche Berlins und Deutschlands sowie eine der bedeutendsten dynastischen Grabstätten Europas. Nach dem doch schon langen Spaziergang und der brütenden Hitze, haben wir uns für den weiteren Tagesablauf für eine Schiffsfahrt auf der Spree entschieden. Ausgangspunkt war die Anlegestelle im sogenannten Nikolaiviertel.

Zuerst ging es mit dem Schiff in Richtung Mühlendamm. Nach einer Wende ging es wieder am Anlegeplatz vorbei zu vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Vorbei am Berliner Dom sahen wir unter anderem die Alte Nationalgalerie - das prächtige Bode-Museum - das ARD-Hauptstadtstudio - sowie das Bundeskanzleramt. Im Hintergrund konnte man sogar das prunkvolle Schloss Bellevue entdecken. Auf Höhe vom "Haus der Kulturen" haben wir schlussendlich wieder das Schiff verlassen und sind zu Fuß irgendwie beim Bundeskanzleramt gelandet. Das gleichermaßen spektakuläre wie umstrittene monumentale Bauensemble des neuen Bundeskanzleramtes wurde von den Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank in der Amtszeit von Kanzler Helmut Kohl entworfen. Nach dem ersten Spatenstich am 4. Februar 1997 und knapp vierjähriger Bauzeit konnte das Gebäude am 2. Mai 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen werden, wodurch der Regierungsumzug nach Berlin abgeschlossen wurde. Das bebaute Grundstück ist mit Hubschrauberlandeplatz und Kanzlerpark rund 73.000 m² groß.

Nicht weit entfernt befindet sich auch schon das Reichstagsgebäude. Nach schweren Beschädigungen durch den Reichstagsbrand von 1933 und im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in den 1960er Jahren in modernisierter Form wiederhergestellt und von 1991 bis 1999 noch einmal grundlegend umgestaltet. Am 19. April 1999 fand die Schlüsselübergabe an den Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse statt. Seither tagt dort der Deutsche Bundestag. Die nachträglich konzipierte Kuppel hat sich zur viel besuchten Attraktion und zu einem Wahrzeichen Berlins entwickelt. Angemeldete Besucher können das Gebäude durch das Westportal betreten. Nach einer Sicherheitskontrolle gelangen sie mit zwei Aufzügen zunächst auf das 24 Meter hoch gelegene begehbare Dach.

Die dort aufgelagerte Kuppel misst 38 Meter im Durchmesser und hat eine Höhe von 23,5 Metern. Ihr Stahlskelett besteht aus 24 senkrechten Rippen im Abstand von 15 Grad und 17 waagerechten Ringen mit einem Abstand von 1,65 Meter und einer Masse von rund 800 Tonnen, verkleidet mit 3000 m² Glas mit einer Masse von etwa 240 Tonnen. An der Innenseite winden sich zwei rund 1,8 Meter breite und um 180 Grad versetzte spiralförmige Rampen von jeweils 230 Meter Länge zu einer Aussichtsplattform hinauf – 40 Meter über Bodenniveau – beziehungsweise entgegengesetzt wieder hinunter zur Dachterrasse. 

Die Scheitelhöhe der Kuppel liegt bei 47 Metern über dem Boden. Bis November 2010, solange die Kuppel frei zugänglich war, wurden täglich im Durchschnitt 8000 Besucher gezählt. Die Zahl fiel stark, als der Zugang aus Sicherheitsgründen beschränkt wurde, liegt aber immer noch bei über einer Million Besucher pro Jahr.

Durch den Park, dann am Sinti und Roma-Denkmal vorbei, gelangten wir auch schon zum Brandenburger Tor. Das Tor ist eines der bekanntesten Berliner Wahrzeichen und nationales Symbol, mit dem viele wichtige geschichtliche Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden sind. So wurde bis zum Zweiten Weltkrieg vor allem das Ende der napoleonischen Herrschaft 1813–1815 mit dem Bauwerk verbunden. In der Weimarer Republik wurde hier alljährlich am 11. August der Verfassungstag begangen. Nach starken Kriegszerstörungen wurde das Tor bis 1957 wiederaufgebaut. Eine umfassende, knapp zweijährige Sanierung fand bis 2002 durch die Stiftung Denkmalschutz Berlin statt. 

Heute wird das Tor vor allem als Symbol des freiheitlich-demokratischen, wiedervereinigten Deutschlands angesehen. Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs stand es unmittelbar an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin und damit im Kalten Krieg an der Grenze zwischen dem Warschauer Pakt und der NATO.

Am Bebelplatz mit seiner mächtigen St. Hedwigs-Kathedrale vorbei, gelangten wir zum Gendarmenmarkt mit seinen prachtvollen Gebäuden. Der Französische Dom bildet zusammen mit dem Schauspielhaus (heute: Konzerthaus Berlin) und dem Deutschen Dom das prägende Gebäudeensemble des Gendarmenmarktes, der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der Historischen Mitte der Stadt gehört. Der Gendarmenmarkt gilt gemeinhin als „schönster Platz Berlins“. Nachdem wir ein wenig durch die Stadt geirrt sind, haben wir schlussendlich auch den Checkpoint Charlie gefunden. Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße zwischen Zimmerstraße und Kochstraße (beim gleichnamigen U-Bahnhof) den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. 

Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 infolge des Mauerbaus eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals, der Sowjetischen Militärverbindungsmission (SMM) und ausländischer Diplomaten erfassen zu können. Der Grenzübergang durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden. Auch wenn die zwei Herren nur mit ihrem Smartphone beschäftigt waren, für ein Foto legen sie auch mal das Handy zur Seite.

Wenn auch nur zur Schau ausgestellt, haben wir auch das entdeckt: Ein Stück Berliner Mauer. Die Berliner Mauer war während der Teilung Deutschlands ein hermetisch abriegelndes Grenzbefestigungssystem der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), das mehr als 28 Jahre, vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989, bestand.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ist eine Gedenkstätte am Berliner Tiergarten, die am 27. Mai 2008 eingeweiht wurde. Das Denkmal befindet sich in der Nähe der anderen zentralen Gedenkorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen am Berliner Tiergarten, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas und dem Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Wie diese wird das Denkmal von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreut. Die homosexuellen Verfolgten des Nationalsozialismus blieben aus dem öffentlichen Gedenken in Deutschland lange Zeit ausgespart. Ein Umdenken in der Erinnerungspolitik setzte erst 1985 mit der Rede des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zum 40. Jahrestag des Kriegsendes ein, in der erstmals auch die bislang verschwiegenen Verfolgtengruppen in das Gedenken einbezogen wurden. 

Der Potsdamer Platz ist ein Verkehrsknoten in den Berliner Ortsteilen Mitte und Tiergarten im Bezirk Mitte zwischen der alten Innenstadt im Osten und dem neuen Berliner Westen. Als Doppelplatzanlage schließt er sich westlich an den Leipziger Platz an. Im Zuge des Baus der Berliner Zoll- und Akzisemauer wurde 1734 das Potsdamer Tor errichtet. Dort begann seit dem späten 18. Jahrhundert die Berlin-Potsdamer Chaussee (später Potsdamer Straße), die ein wichtiges Glied im Netz der Preußischen Staatschausseen war. 

Die westlich des Tores liegende Grünanlage, der Platz vor dem Potsdamer Thor, erhielt 1831 seinen heutigen Namen. Mit dem Potsdamer Fernbahnhof, dem U-Bahnhof sowie den zahlreichen Straßenbahn- und Omnibuslinien war der Potsdamer Platz bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs einer der verkehrsreichsten Plätze Europas und erhielt daher bereits 1924 eine der ersten Verkehrsampel-Anlagen auf dem Kontinent. In den ersten vierzig Jahren des 20. Jahrhunderts waren der Platz und die von ihm ausgehenden Straßen ein beliebter Treffpunkt der politischen, sozialen und kulturellen Szene Berlins.

Da wir uns wieder in Richtung Flughafen Tegel begeben mussten, wählten wir für die Anreise den Hauptbahnhof Berlin aus. Die Auswahl war perfekt. Der Berliner Hauptbahnhof ist der wichtigste Personenverkehrsbahnhof in Berlin und zugleich der größte Turmbahnhof Europas. Mit täglich etwa 300.000 Reisenden und Besuchern steht er nach Hamburg, München und Frankfurt (Main) auf Platz vier der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn. Auf drei Etagen bietet der Bahnhof 15.000 Quadratmeter Nutzfläche für rund 80 Einzelhandelsgeschäfte im Bereich Damen- und Herren-Oberbekleidung, Gastronomie, Lebensmittel, Geschenke, Gesundheit/Wellness etc., die teilweise lange vor Eröffnung vermietet waren. Die Geschäfte waren zunächst täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet, die Bahnhofsapotheke hat rund um die Uhr geöffnet. Seit September 2009 ist der zuvor geduldete Sonntagsverkauf untersagt. Seitdem darf sonntags nur noch Reisebedarf verkauft werden. Wir konnten auf die Schnelle noch ein paar Souvenirs für unsere Freunde daheim einkaufen, selbst für das leibliche Wohl haben wir vorgesorgt. 

Wie ihr seht: Wir hatten ein Mammut-Programm absolviert, konnten an diesen einen Tag sehr viel sehen, entdecken, erleben und genießen. Berlin an einem Tag zu erleben ist ein Ding der Unmöglichkeit. Da wird mir jeder Berlin-Besucher und Berliner recht geben. Aber es war eine Gaudi. Bestimmt wird uns Berlin eines Tages wieder sehen. Nicht nur für einen Tag, wir wollen auch einmal das Nachtleben miterleben. 

Fotostrecke

Bitte beachte, dass ich bei meinen Ausflügen, Wanderungen und Reisen nur mit einem Handy/Smartphone ausgestattet bin. Mit meinen Fotos möchte ich Momenten eine Ewigkeit schenken. Meine Bilder werden nicht bearbeitet - Augenblicke benötigen keine Korrektur. Fotos: Meine Männerwelt

Fotos: Meine Männerwelt

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