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Schwulenhass oder Langeweile

Eigentlich erschreckend, was sich Mitte in Wien so abspielt. Dabei muss man sich ernsthaft die Frage stellen: War da tatsächlich Schwulenhass im Spiel oder einfach nur Langeweile der zwei Typen. Egal was es war, traurig ist es allemal. Mitten auf der hell erleuchteten Lerchenfelderstraße in Wien endete für einen Hetero-Mann ein gewöhnlicher Sommerabend mit fliegenden Fäusten. "Ich war am Heimweg und bin beschwingt gegangen, weil ich Musik gehört habe," erzählt der Wiener der Tageszeitung "Heute". Plötzlich hörte er pöbelnde Schreie hinter sich. "Ich habe meine Kopfhörer abgenommen und mich umgedreht. Zwei junge Männer standen vor mir und schrien ‚Was willst du, du schwule Sau? Sollen wir dir zeigen wie wir mit euch verfahren in unserem neuen Österreich?‘" Der 46-Jährige schaltete panisch seine Handy-Kamera ein. "Ich dachte so kann ich sie mit laufender Kamera stellen, sollten sie mir tatsächlich etwas antun wollen." Sekunden später sollte sich sein Verdacht schmerzlich bewahrheiten. Die Unbekannten prügelten auf den Wiener hin. 

"Ich schrie um Hilfe und versuchte mich mit meiner Edelstahlflasche zu wehren. Erst als Autos stehen blieben und Anrainer ihre Fenster öffneten ließen sie von mir ab und flüchteten." Stefan N. (Name geändert) kam mit blauen Flecken und einem Schock davon, erstattete Anzeige. "Ich fasse es nicht, dass ich verprügelt wurde, nur weil die Täter dachten dass ich schwul bin, was nicht einmal stimmt." Und: "Ich will mir gar nicht vorstellen was passiert wäre, wenn zwei Frauen oder zwei Männer Hand in Hand die Straße entlang spaziert wären." 

Link: Heute.at

Bild: Pixabay

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Kommentare: 1
  • #1

    Dieter (Donnerstag, 30 August 2018 10:29)

    Schon die Aussage: >Sollen wir dir zeigen wie wir mit euch verfahren in unserem neuen Österreich?< sollte uns zu denken geben. "Unserem neuen Österreich!"