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Sambia - nichts für Gays

Hallo und schöne Grüße aus dem sicheren Wien. Schreckliche Nachrichten erreichten mich aus meinem geliebten Sambia. Erst vor kurzer Zeit habe ich noch mit meiner lieben Freundin Patricia aus der Kleinstadt Mkushi in Sambia über Facebook geschrieben. Bei dieser Unterhaltung kamen wir auch auf das Thema, dass ich mit meinem Partner wieder mal einen Urlaub in Sambia verbringen sollte. Das Nachbarland Simbabwe kenne ich ja schon recht gut, doch als Sie ins Nachbarland Sambia übersiedelt ist, brach für kurze Zeit der Kontakt ab. Dank Facebook haben wir uns wieder gefunden. 

Die Victoria Wasserfälle, der Karibasee, die Zimbabwe Ruins, die Höhlen von Chinhoya, die einzigartige Tierwelt, die freundlichen Menschen, ... sind nur wenige von vielen atemberaubenden Beispielen, weshalb man das Land erlebt und gesehen haben muss. Die Victoria Wasserfälle, der Zambesi-Fluss und der Karibasee gehören auch zu Sambia. Somit steht einer Urlaubsplanung nichts im Wege. Warst du einmal in diesem Teil von Afrika, dann gehen dir die schönen Erinnerungen und Erlebnisse nicht mehr aus dem Kopf. Doch nun: In Sambia wird Homosexualität weiterhin unter Strafe gestellt. Das war mir nicht ganz so neu. Aber erst kürzlich wieder sind zwei Männer wegen homosexuellen Handlungen auch verurteilt worden. 

Das Strafmass soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Es droht den Männern bis zu 14 Jahren Haft. Im Rahmen des Prozesses mussten die Männer im Alter von 30 und 38 Jahren Analuntersuchungen über sich ergehen lassen. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Methode als Folter und sowohl der Weltärztebund als auch die Organisation «Human Rights Watch» sprechen sich seit Jahren für ein Verbot aus. Medizinisches Personal führen ihre Finger oder andere Objekten in den Anus des Angeklagten ein, so soll praktizierter Analverkehr «bewiesen» werden. 

Der Zeitung «Lusaka Times» zufolge führte die Staatsanwaltschaft mehrere Zeugen vor. Einige behaupteten, die beiden Männer beim Sexualakt in einer Lodge beobachtet zu haben. Die Verteidigung soll wohl keine Zeugen aufgerufen und auch keine Gegenargumente geliefert haben. Die beiden Angeklagten befanden sich für nicht schuldig. Homosexualität wird im Strafgesetzbuch Sambias als «Geschlechtsverkehr gegen die natürliche Ordnung» bezeichnet und kann sowohl gegen schwule Männer als auch gegen lesbische Frauen angewendet werden. Das Gesetz stammt noch aus der britischen Kolonialzeit. 

Jetzt sind unsere Urlaubspläne ein wenig durcheinander geraten. Planen kann man, aber die Reise durchführen? Leider ist dieses Vorhaben durch diese Nachricht ein wenig nach hinten gerückt. Dass es Länder gibt, die Homosexualität strafrechtlich verfolgen und verurteilen, war mir klar. Daran wird sich auch in den nächsten Jahren, besonders in Afrika, nichts ändern. Das aber "tatsächlich" Menschen verurteilt werden, das schockiert nach wie vor und ist bei uns in Europa (fast) unvorstellbar. 

Somit werden wir wohl auch 2019 unserer Urlaubsinsel Gran Canaria treu bleiben. Wir, Patricia und ich, kennen uns seit der gemeinsamen Lehrzeit in Vorarlberg. Patricia kommt ursprünglich aus Simbabwe, ist später in das Nachbarland Sambia übersiedelt, welches ich unbedingt kennen lernen möchte. Das Land Simbabwe habe ich schon mehrmals besucht. Leider lässt auch die jetzige politische Situation in Simbabwe es nicht zu, dieses Land wieder zu besuchen. Auch die kürzlich stattgefundenen Neuwahlen bringen keine positiven Veränderungen. 

Fotos: Pixabay | Meine Bilder kannst du kostenfrei bei Pixabay herunterladen. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christian (Mittwoch, 08 August 2018 10:39)

    Einfach nur traurig, dass es sowas noch gibt. Kenne nur Südafrika, da ist schwul sein ganz normal.

  • #2

    sportorthopädie köln (Freitag, 30 November 2018 12:38)

    Wunderbare Bilder