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Was wurde aus der Moosbeck-Alm?

Hallo und liebe Grüße. Schön dass du wieder zu mir gefunden hast. Ich bekomme viele Emails mit ganz interessanten Themenvorschläge und unzählig vielen Fragen. Dabei ist mir eine Frage aufgefallen, die auch mein Interesse weckte. Ich wurde gefragt, ob ich wüsste, was aus der Moosbeck-Alm in Bayern geworden ist und ob ich die Moosbeck-Alm persönlich kennen würde.

Ja, ich kenne die Moosbeck-Alm, war auch schon Gast in diesem Haus. War sie vor vielen Jahren ein bei Gays sehr beliebtes Hotel nahe Oberammergau, steht man heute leider vor verschlossener Türe. Gerne betitelt der Besitzer Hans G. sein Juwel als Wellness-Hotel. Ob eine Dampfsauna und eine Bergkristallsauna heutzutage ausreichen, um ein Haus Wellness-Hotel nennen zu können, das will ich nicht beurteilen. Ich hätte die Moosbeck-Alm als kleines Gasthof betitelt. Dann wäre der Überraschungseffekt bei den Gästen größer gewesen als die so unerfüllten Erwartungen.

Die Beurteilungen auf den Bewertungsportalen waren unterschiedlich, das steht schon mal fest. Ich habe erfahren: Das "Wellness-Hotel" hat geschlossen. 

In einem Bericht aus dem Jahr 2017 entnehme ich, dass Hans G. sein Hotel verkaufen möchte. Es heißt darin: "Ärger mit der Gemeinde und den Ämtern haben den Besitzer gesundheitlich geschadet. Es ging um Genehmigungen und Bauüberschreitungen. Daraufhin folgten mehrere Herzinfarkte und einen Bandscheibenvorfall." Als ich noch Gast in der Moosbeck Alm war, konnte ich ein kleines Paradies vorfinden. Die Moosbeck-Alm war nie ein reines Gay-Hotel. Hans G. begrüßte auch Familien, die Urlaub im Pfaffenwinkel machen wollten oder auf der Durchreise waren. Er versuchte eine Symbiose zwischen Gays und Heteros zu schaffen. Zur Verfügung standen etwa 20 Gästezimmer, davon drei Suiten. Im Erdgeschoss des Hauses erwarteten den Gästen zwei voneinander räumlich getrennte Restaurants mit etwa 50 Plätzen sowie ein neu gebauter toskanischer Wintergarten mit weiteren geschätzten 70 Plätzen. Hinzu kam eine Gartenterrasse, ein Außenpool, eine nicht einsehbare Liegewiese und ein Blockhaus. Außenpool, Liegewiese und Blockhaus waren besonders von den Gays stark frequentierte Plätze. Der Außenpool wurde jedoch mit den Jahren geschlossen. Man hört, die Auflagen der Behörden hätten Hans G. dazu gezwungen. Ich kann das so nicht bestätigen, hier verlasse ich mich auf die mir zugetragenen Erzählungen.

Kurz zusammengefasst: Einen Käufer hat der Besitzer Hans G. keinen gefunden, so wurde das Hotel an das Ehepaar Wolfgang und Yvonne K. verpachtet. Doch hier gab es wohl unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen zwischen Verpächter und Pächter, wie das Hotel zu führen ist. Schlussendlich wurde der Pachtvertrag nach kurzer Zeit wegen Differenzen nicht verlängert.

Die gegenseitigen Anschuldigungen und Vorwürfe sind groß. Die Merkur.de schreibt bei einem Bericht über die Moosbeck-Alm einen interessanten Artikel mit der Überschrift "Schlammschlacht um die Moosbeck Alm - dabei fallen harte Worte". Die Vorwürfe sind groß, von beiden Seiten. Jetzt will Hans G. die Moosbeck-Alm nur mehr verkaufen, lieber heute statt morgen.

Ich wünsche mir, dass Hans G. das Hotel schnell verkaufen kann und zur Ruhe kommt. Des weiteren wünsche ich mir, dass das Hotel bald wieder den Gays, die in Bayern Urlaub machen wollen, zur Verfügung stehen wird und die Auflagen, welche die Behörden für den Außenpool gemacht haben, erfüllt bzw. umgesetzt werden. 

Interessante Links dazu: Vertreibung aus dem Paradies (Merkur.de) | Schlammschlacht um die Moosbeck-Alm (Merkur.de) | geschlossene Website der Moosbeck-Alm

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Kommentare: 4
  • #1

    Timmy (Mittwoch, 12 Dezember 2018 16:16)

    Er war ein leicht erregbarer, unausgeglichener, jähzorniger, zu Wutanfällen neigender Mensch. Schimpfte über Mitarbeiter und andere Gäste. Sah sich immer schon als das Opfer aller Menschen. Man wollte auf Erholung, die eigenen Sorgen abbauen und neue Kraft tanken, das war in der Moosbeck Alm jedoch nicht möglich. Man wurde überschüttet von seinen Sorgen und Problemen. Viele Gays haben der Moosbeck Alm den Rücken gekehrt. Und wenn ich im Beitrag der Merkur.de lese, dass er bei den Pächtern noch im Haus gewohnt hat - das kann NIE gut gehen. Ich beziehe mich auf die Meinungsfreiheit, meine Argumente werden durch meine Freunde bestätigt. Schön geschriebener Blogartikel.

  • #2

    Timmy (Mittwoch, 12 Dezember 2018 16:19)

    Zusatz: Und ja, eine Saunalandschaft genügt noch lange nicht, dass man die Bude als Wellnesshotel betiteln kann. Da gebe ich dir zu 100% recht. Schließlich war diese auch nie aufgedreht, wegen zu hoher Kosten, wie er selbst meinte.

  • #3

    Freddie (Sonntag, 27 Januar 2019 18:22)

    Schade um die Moosbeck Alm. Zum Schluss hin war es jedoch nicht mehr besuchbar.

  • #4

    Calmore (Sonntag, 24 Februar 2019 16:33)

    Ich mochte die Moosbeck Alm, zu Beginn. Es wurde mit der Zeit immer schlimmer. Hans hat viel erreicht, aber das Alter hat auch bei ihm seine Spuren hinterlassen.