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Mit Freunden kochen und dabei Spaß haben

Hallo und liebe Grüße. Mit so einem kleinen Gay-Blog kann man recht viel anstellen. Man erzählt von seinen (Sex-)Träumen, Erlebnissen, Gedankengängen und Fantasien, kann aber auch den Lesern die Begeisterung für etwas ganz anderes übermitteln - meinem Hobby und dem verbundenen Gedankengang: Selbst oder mit deinen (schwulen) Freunden zu kochen ist ein Privileg, man braucht vor allem eines: Zeit. Geld sollte hier nicht das Problem sein, denn für das Geld welches man für Fertigprodukte oder to-go Essen ausgibt sind mindestens eine Packung Reis und genug frisches Gemüse drinnen. Aber tatsächlich ist es die Zeit auf die wir uns oft hinaus reden und die uns dann in Wahrheit fehlt. Und warum sollten wir überhaupt selbst kochen, wo doch an jeder Ecke eine gesunde Mahlzeit zu wenig Geld wartet? Ja - ich und meine Freunde kochen während des Jahres sehr viel gemeinsam. Mit großer Leidenschaft, Spaß, Geschick und Können. Dabei entstehen teils wahre Wunder- Kunstwerke, die auch noch urgeil schmecken. 

Selbst Gekochtes schmeckt einfach besser, denn du selbst kannst einfach deine Lieblingszutaten und deine liebsten Gewürze zu einer leckeren Mahlzeit verarbeiten. Außerdem lernt man beim Kochen das Endprodukt mehr zu schätzen und kann es deshalb auch besser genießen. Ein weiterer Grund: Kebap, Noodle-Boxen und Mahlzeiten aus dem Tiefkühler wirken jetzt eigentlich auf den ersten Blick gar nicht so ungesund. Denn immerhin ist noch viel Gemüse enthalten. Allerdings sind bei den meisten Produkten auch Konservierungsmittel und ungesunde Fette enthalten, außerdem bestehen sie hauptsächlich aus schnellen Kohlenhydraten. Das macht zwar schnell satt aber leider nicht lange glücklich. Frisch Kochen sollte nicht als Pflicht angesehen werden, sondern vielmehr als ein Ritual oder Hobby. Stell dir Herausforderungen, in dem du neue Gerichte mit den Resten im Kühlschrank kreierst und probiere dich aus. Weiche auch mal von Rezepten ab und probiere neue Lebensmittel aus.

Kochen regt die Kreativität an und dient als Ausgleich genauso wie Malen, kreatives Schreiben oder Musizieren. Wenn du selbst kochst und deine Zutaten dafür auswählst, weißt du ganz genau was drinnen ist. Das ist nicht nur für deine individuellen gesundheitlichen Bedürfnisse gut, sondern eben auch weil du entscheiden kannst welche Werte du damit unterstützt. Kaufst du Bio-Produkte oder kaufst du vielleicht sogar verpackungsfreie Produkte? Kaufst du beim Bauern ein, im Supermarkt oder am Markt? Wen möchtest du mit deinem Kauf unterstützen? Die Wahl an der (Supermarkt)Kassa ist ungemein wichtig für unsere wirtschaftliche Entwicklung. Du entscheidest, welche Produkte bestehend bleiben und welche nicht. Somit gibt es eigentlich keine Ausrede mehr nicht selbst frisch zu kochen. Natürlich ist Zeit hier der ausschlaggebende Faktor und dieser ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt.

Alle, die dennoch weiterhin ein Verlangen nach Kebap & Noodle Boxen verspüren sei eins ans Herz gelegt: es geht nicht um den kompletten Verzicht! Aber wenn du die Wahl hast zwischen einer Mahlzeit welche gesund, schmackhaft, kreativ angespornt, frei von Zusatzstoffen ist und du damit auch noch ein Zeichen setzen kannst, oder einem Fertigprodukt in Pulverform das nur noch mit heißem Wasser aufgegossen werden muss, sollte die Entscheidung doch nicht so schwer fallen. Und seien wir uns ehrlich – die Zeit die wir am Smartphone, vor dem Fernseher oder am Tablet verbringen, könnten wir genauso gut ins Kochen investieren. Sei beim Kochen - aber auch beim Backen - selbst ein klein wenig kreativ, vielleicht ein klein wenig experimentierfreudig. Probiere Dinge aus, die du vielleicht erst einmal gehört hast. Lade so wie ich deine Freunde ein - zum Essen, aber auch zum Kochen. Zeige deinen Freunden deine Begeisterung vom Kochen. Übrigens: Kochen mit Freunden macht doppelt so viel Spaß. Jeder lernt vom anderen, jeder bringt neue Ideen. Die Kreationen reichen von Hausmannskost bis zu echten Gourmet- Kunstwerken.

Wir sind inzwischen schon eine kleine Männer-Stamm-Kochrunde von 5 Personen geworden, mein Mann inkludiert. Wir treffen uns mindestens vier mal im Jahr - im Frühling, Sommer, Herbst und Winter - und kreieren neue Schmankerln, Leckereien, Kuchen und Torten, immer der Jahreszeit angepasst. Zuletzt haben wir uns Makronen gezaubert, die süßen leckeren bunten Kreisen mit der cremigen Füllung - einfach ein Traum. Wir sind sogar schon soweit, dass wir als Zutat/Zugabe für unsere Speisen nur mehr selbst erstellten Senf, Ketchup, Mayonnaise und andere Saucen verwenden. Zurzeit stellen wir Mengen an kreativen Marmeladen und Liköre her, auch Honig aus Löwenzahnblüten. Der Blick aufs Smartphone macht nur mehr Sinn um neue Rezepte zu finden. Da ich selbst gelernter Koch bin und in vielen großen und guten Hotels gearbeitet habe, sind die Grundgriffe und Grundschritte schnell den Freunden erklärt. Schon das gemeinsame Einkaufen am Wiener Naschmarkt bereitet uns viel Freude und wird begleitet mit jede Menge Gelächter und Spaß. Vielleicht kann ich euch mit diesem Bericht auch ein klein wenig zum Umdenken animieren. Ist meine Begeisterung bei euch angekommen? Dann lade deine Freunde ein und kocht ein geiles Menü!

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