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Unser Ausflug durch Teile Bayerns

Hallo und liebe Grüße aus Wien. Ich freue mich sehr, dass du wieder zu meinem Blog gefunden hast. Zu allererst muss ich etwas los werden: Der Blog hat innerhalb kürzester Zeit "täglich" schon mehr als 150 Besucher. An manchen Tagen sogar um einiges mehr. Darüber freue ich mich sehr. Das zeigt mir, dass das Interesse da ist. So, nun aber zum neuen Artikel. Heute berichte ich von unserem Ausflug durch einen kleinen Teil von Bayern. Wir nahmen uns die Region um Passau als Ziel. Unser erster Stopp dieses Ausfluges war die Wallfahrtskirche Mariahilf oberhalb von Passau. 

In weniger als 3 Stunden Autofahrt erreichten wir die wunderschöne Stadt Passau. Da wir uns bei diesem Ausflug bestimmte Ziele ausgesucht hatten, verzichteten wir diesmal auf einen Stadtbummel durch die Innstadt. Dieser folgt zu einem späteren Zeitpunkt bzw. bei einem anderen Ausflug. Wir steuerten somit direkt die Wallfahrtskirche Mariahilf an. Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau mit dem dazugehörigen Kloster erhebt sich auf einem Hügel über der Innstadt nahe der Grenze zu Österreich. An die Kirche schließen sich das Kloster und der St.-Anna-Brunnen an. Die überdachte Wallfahrtsstiege auf den Hügel umfasst 321 Stufen. Beim Zugang zur Stiege steht ein frühbarockes Kruzifix. Als 1683 Wien durch die Türken belagert wurde, flüchtete Leopold I. nach Passau. Vor dem Gnadenbild betete das Kaiserpaar täglich um Rettung aus der Türkengefahr. Als dann die christliche Allianz die Entsatzschlacht am Kahlenberg unter dem Kampfmotto „Maria hilf!“ gewann, wurde das Passauer Mariahilf-Gnadenbild zum Staatsgnadenbild der Habsburgermonarchie. Die bei der Schlacht erbeuteten Waffen der besiegten Türken sind im Beichtgang zu besichtigen. Nach dem wir die Wallfahrtskirche besucht hatten, genossen wir noch den wunderschönen Ausblick auf die Stadt Passau und entdeckten auch schon unser Restaurant für den Einkehr am Abend. Dazu später etwas mehr. 

Schon ging unsere Reise weiter. Nach einer guten halben Stunde Autofahrt kamen wir an unserem zweiten Ziel, dem Museumsdorf Bayerischer Wald bei Tittling am Dreiburgensee, an. Das Freilichtmuseum umfasst auf 25 ha über 150 Gebäude aus der Zeit von 1580 bis 1850 und eine volkskundliche Sammlung mit 60.000 Objekten. Es zählt somit zu den größten Freilichtmuseen in Europa. Das Museum wurde 1974 von Georg Höltl mit der Restaurierung der 500 Jahre alten Rothaumühle gegründet. Dieses Gebäude, das nach dem Einsturz des Dachstuhls 1972 von den Eheleuten Georg und Centa Höltl gekauft worden war, steht noch an seinem ursprünglichen Standort unterhalb des Dreiburgensees. 

Seither wurden zahlreiche Gebäude aus dem gesamten Bayerischen Wald in das Museum transferiert. Zu sehen sind Bauernhäuser, Tagelöhnerhäuser, Kapellen, die älteste Dorfschule Deutschlands, Werkstätten und Mühlen. Die umfassende volkskundliche Sammlung umfasst Sakralgegenstände, Bauernmöbel und Hausrat, Kleidung, landwirtschaftliche Geräte, Schmuck, Glasarbeiten und Fuhrwerke. Im Museumsdorf findet mehrmals jährlich ein großer Bauernmarkt statt, wo zahlreiche Verkaufsstände aufgebaut und Vorführungen alter Bräuche und Handarbeiten gezeigt werden. Leider war bei unserem Besuch kein Bauernmarkt vor Ort, ich liebe ja Märkte. Nach unserem Spaziergang durch das Museumsdorf setzten wir unsere Reise fort.

Nach einer weiteren halben Stunde Autofahrt erreichten wir auch schon unser nächstes Ziel, das Gut Aiderbichl in Deggendorf. 2006 entstand das Gut Aiderbichl Deggendorf, nahe der Drei-Flüsse-Stadt Passau. Die Hauptgebäude und ein Dutzend geretteter Pferde, die den Kern des Gutes bilden, sind eine Hinterlassenschaft von Dr. Hatto Egerer, der hier zwölf armen, geretteten Pferden Schutz gab. 

Mittlerweile leben auf Gut Aiderbichl Deggendorf über 300 Tiere, hauptsächlich Pferde, Esel, Mulis und Ponys, Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine, Kaninchen, Hühner und Hunde. Eine Besonderheit ist die 2008 eingerichtete und dem Gut angeschlossene Katzenvilla (siehe Bildergalerie unten) und eine Großvolière für Tauben. Der neu errichtete Hofstall ist das Zuhause vieler geretteter Rinder. Dem Hofstall gegenüber liegt ein wunderschöner Innenhof mit einem Brunnen, umgeben vom alten Hauptstall. Gut Aiderbichl ist die geschützte Bezeichnung einer Gesellschaft und mehrerer gemeinnütziger Stiftungen, die im deutschsprachigen Raum Tier-Gnadenhöfe betreiben. Der Name "Gut Aiderbichl" geht auf das Stammhaus in der Gemeinde Henndorf am Wallersee im Salzburger Bezirk Flachgau zurück. Es wurde im Jahr 2001 von Michael Aufhauser gegründet. Nach diesen drei Ausflugszielen kam auch schon der große Hunger (und die Müdigkeit).

Unseren Hunger stillten wir in einem Restaurant oberhalb von Passau, dem Restaurant "Das OBERHAUS". Schlicht aber stilvoll, modern und rustikal sind die Räumlichkeiten. Die feschen KellnerInnen sind sehr freundlich, schnell und hilfsbereit. Die Speisekarte ist recht übersichtlich, die Preise sind human. Überladende Speisekarten finde ich grauenvoll. Das Essen ist ausgezeichnet. Die Aussichtsterrasse ist ein Traum. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf die wunderschöne Stadt Passau. 

Leider hat seit einigen Jahren schon die Gay-Mühle, eine nette Pension in Schöllnach, geschlossen. Mit seinem wunderschönen Garten und dem Natur-Schwimmteich war die Mühle Pflicht eines jeden Bayernausfluges. Man lernte nette Pensionsgäste kennen und bekam immer wieder eine schöne Brettljause. Die Mühle sucht noch immer nach einem Käufer, der das Haus als Gaypension weiterführen wird. Besuche dazu auch die Fotostrecke ...

Passend dazu die Fotostrecke

Fotos: Meine Männerwelt

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