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Machen (Gay-)Pornos Lust auf mehr?

Hallo und liebe Grüße. Hab ich dich gestört - vielleicht beim Porno schauen? Wie soll das auch gehen? Außerdem, wer würde schon meinen Blog einem geilen Porno vorziehen? Doch ich habe interessante Zahlen gefunden: Fast 15 Prozent aller Webseitenaufrufe sind Zugriffe auf pornografische Seiten, das sagt eine Studie. Weltweit liegen Österreicher, Deutsche und Schweizer gleichauf an der Spitze der Statistik. Laut einer Analyse sind 80 Prozent der Pornofans ganz klar die Männer. Das ist doch Grund genug, sich das Phänomen Porno mal ein wenig genauer anzusehen. Das Klischee, dass Pornos eine Männerdomäne sind, hält sich hartnäckig. Doch es ist keineswegs so, dass Frauen nur von erotischer Lektüre à la „Shades of Grey“ angetörnt werden. Die Hypothese, warum uns die flimmernden Bilder anmachen: Sie aktivieren Spiegelneuronen in unserem Gehirn, die uns das Gefühl geben, selbst an der Handlung beteiligt zu sein. Immer wieder liest man Schlagzeilen, dass Pornos Männer süchtig machen und eine Gefahr für den Beziehungssex darstellen. Doch es weist alles darauf hin, dass der Nutzen für diejenigen, die Pornos genießen wollen, sehr viel größer ist als die Risiken. Was nicht heißen soll, dass übermäßiger Porno-Konsum kein Problem für die Beziehung sein kann. 

Von herkömmlichen Pornos sollte man sich allerdings besser nicht zu viel In­­spi­­ration erhoffen. Da werden Klischees bedient, die nichts mit der Realität und der Lust eines Paares zu tun haben. Als Beispiele: Akrobatische Stellungen, die nichts zum Lustgewinn beitragen. Und: Bei Frauen wird oft an Stellen herumgerubbelt, wo niemals je eine Klitoris gewesen ist. Frauen lecken in Wirklichkeit nicht mit ekstatischer Lust Dildos ab. Außerdem irreführend: Die Vorstellung, dass Vorspiel immer Oralsex bedeutet. Ebenfalls ein No-go: Dass seine Ejakulation in ihrem Gesicht enden muss. Wenn man Humor hat, kann man sich über die meisten Pornos amüsieren, so bizarr und abwegig ist vieles. Der Lerneffekt geht gegen null. Nachmachen? Auf keinen Fall. Wir glauben ja auch nicht, dass der sonntägliche Tatort echte Polizeiarbeit zeigt. Doch nicht alles, was Porno heißt, ist automatisch schlecht. Bei den Erotik­-Filmen, die wir sehen, müssen wir einfach besser auswählen. Nur weil die ersten zehn Filme grottenschlecht waren, heißt das nicht, dass es keine guten gibt. Das ist wie beim Shoppen: Die ersten zehn Jeans sehen furchtbar aus, aber die elfte passt und man fühlt sich plötzlich schön und sexy. Es lohnt sich, nach Filmen zu suchen, die dem eigenen Geschmack entsprechen: Wenn du die richtige Art von Porno für dich und deinen Partner findest, wirst du merken, dass da draußen eine ganze Welt der Sexualität wartet, die du sonst nie entdeckt hättest – und das wird zu mehr und mehr Neuem führen. Die Statistik und die Erfahrungen zeigen auch, dass nicht nur schwule Männer gerne zu hochwertigen Gay-Pornos greifen um Neues zu entdecken. Die Zeiten ändern sich, Männer (und auch Frauen) leben offener, sind neugieriger geworden und probieren auch gerne, besonders nach oder während eines Pornos neue Dinge aus. Vielleicht sogar mit dem eigenen Geschlecht. Also dann, viel Spaß beim nächsten Pornofilm!

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Kommentare: 1
  • #1

    Herby (Sonntag, 10 Februar 2019 21:18)

    Danke für diesen Blog

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