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Auf Reisen lernst du, ob ein Freund es ehrlich meint

Hallo und liebe Grüße aus Wien. Heute wird es wieder einmal ein klein bisschen persönlicher. Der "persönliche Blog" soll ja auch "persönlich" bleiben. Wenn ich neue Menschen kennen lerne, diese mir so wichtig sind, dass ich mit denen eine echte dicke Freundschaft aufbauen möchte, dann gehe ich mit diesen Personen vor der offiziell bestätigten Freundschaft immer auf Reisen.

Sei es für ein paar Tage nach Hamburg, oder für eine Woche nach Gran Canaria. Das hat einen guten Grund: Ich denke dabei immer an ein Zitat von einem großen Schriftsteller. Samuel Langhorne Clemens heißt er, für viele unter euch vielleicht besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain. 

Mark Twain sagte einmal: "Es gibt kein sichereres Mittel festzustellen ob man einen Menschen mag oder nicht, als mit ihm auf Reisen zu gehen." Da stimme ich ihm zu 100% zu. Man lernt auf Reisen Menschen besser kennen als in der eigenen Stadt, in der eigenen Wohnung oder in der vertrauten Umgebung. 

Ich stelle auf solchen Reisen fest, ob man diesem Menschen Vertrauen schenken kann, ob er Schweigsam sein kann, er Abmachungen einhalten kann, er Anvertrautes für sich behalten kann und ob überhaupt der gewisse Funken überspringt.

Reisen bieten hierfür tatsächlich die beste Gelegenheiten. Meist entpuppt sich das Gegenüber schon während des Urlaubs nicht als Freund geeignet zu sein. So ist es bei mir erst kürzlich geschehen.

Wenn das Gegenüber sogar schon während des Urlaubs, an einem unbemerkten Moment, ans Telefon greift und Vertrautes, Anvertrautes und Geheimnisse ausplappert, ist die Enttäuschung umso größer. Dank diesem einen Zitat bin ich schon so oft wachgerüttelt geworden. Wurde ich vom Menschen enttäuscht, habe ich diese gemeinsame Zeit mit ihm trotzdem genossen, ich habe sie nicht bereut. Schließlich habe ich ja etwas daraus gelernt. Nach solchen Reisen sage ich dann immer nur: Danke Mark Twain.

Mark Twain ist vor allem als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt. Er war ein Vertreter des Literatur-Genres „amerikanischer Realismus“ und ist besonders wegen seiner humoristischen, von Lokalkolorit und genauen Beobachtungen sozialen Verhaltens geprägten Erzählungen sowie aufgrund seiner scharfzüngigen Kritik an der amerikanischen Gesellschaft berühmt. In seinen Werken beschreibt er den alltäglichen Rassismus; seine Protagonisten durchschauen die Heuchelei und Verlogenheit der herrschenden Verhältnisse. Er verstarb im Alter von 75 Jahren am 21. April 1910.

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