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Ausflug zu den Störchen von Marchegg

Hallo und einen schönen Gruß aus Wien. Du hast wieder zu mir gefunden? Das freut mich. Nach einer ganz kurzen Pause bin ich wieder zurück und darf euch von unserem Ausflug zu den Marchegger Störchen erzählen. Wenn auch ihr die Störche besuchen wollte, dann müsst ihr euch beeilen. Schon in zwei Monaten fliegen sie wieder in den warmen Süden und legen so jährlich eine Strecke von fast 20.000 km (hin und retour) zurück. 

Bevor man zu den Marchegger Störchen gelangt, erreicht man das Schloss Marchegg. Das ursprüngliche Schloss wurde als Stadtburg an der nordwestlichen Ecke der Stadtmauer nach der Schlacht bei Groißenbrunn errichtet und sollte an der Grenze zu Ungarn Schutz bieten. Die erste urkundliche Erwähnung der damaligen Burg stammt aus dem Jahr 1346.

Der Bau des Schlosses ist durchgehend zweigeschossig und liegt in einem großen Park. Im Inneren sind einige Räume mit Stuckdecken. Die ehemalige Kapelle ist ebenfalls zweigeschossig. Vor dem Schloss befindet sich eine Einfahrt mit einem wunderschönen schmiede eisernem Tor. Im und um das Schloss finden jährlich tolle Veranstaltungen statt. Sehr zu empfehlen ist der Marchegger Adventmarkt. Hier findest du Kunst und Kulinarik aus der Region.

Die Störche befinden sich hinter dem Schloss und haben ihre Neste auf alten abgestorbenen Eichen errichtet. Diese sind leicht anzufliegen, bieten guten Schutz und eine tolle Aussicht. Weißstörche sind nicht besonders heikel in der Zusammenstellung ihres Speiseplans: Alles, was nicht zu klein oder zu groß und leicht zu erbeuten ist, wird gefressen. Frösche, Heuschrecken, Mäuse, Fische, Würmer und auch die raren Urzeit-Krebse. 

Die einzige Gefahr, die den Störchen in Marchegg droht: Wenn die Hochwasser ausbleiben und die trockenen Wiesen zu wenig Nahrung bieten. Deshalb ist es von größter Bedeutung, die natürliche Gewässerdynamik der March-Auen weiter zu erhöhen, um die Lebensgrundlage der Störche auf Dauer zu sichern. Das Klappern der großen Vögel, die keine Stimme haben, kann vieles bedeuten: So wird um Weibchen geworben, werden Familienmitglieder begrüßt oder horstfremde Artgenossen vertrieben.

Die Marchegger Störche kommen meist schon in den ersten warmen Tagen im Monat März an. Wer zuerst da ist, bekommt den höchst gelegenen Horst mit der schönsten Aussicht. Im Monat Mai schlüpfen schon die ersten Jungvögel und nehmen täglich das doppelte an Gewicht zu. Im Monat Juli werden die ersten Flugversuche der Jungvögel unternommen. Wenige Wochen später sind sie meist selbstständig unterwegs. 

Schon Ende August ziehen die Störche wieder zurück in den Süden, die Jungtiere meist vorweg. Nach zwei bis drei Monaten Reise kommen die ersten Störche Ende November/Anfang Dezember in Südafrika oder Ostafrika an, bevor sie Februar wieder die Reise nach Österreich antreten. Die Rückreise dauert jedoch meist nur 6 Wochen. 

Eine Legende sagt: Ein einziges Mal in der Geschichte der Storch-Kolonie von Marchegg entschloss sich ein Marchegger Storch, nicht auf einer alten Eiche, sondern auf einem Haus zu nisten. Dieses Haus war nahe dem Schloss gelegen, es war in den dreißiger Jahren und es war das Haus der Hebamme, die hunderten Kindern geholfen hat, zur Welt zu kommen.

Mit dem Auto bist du in wenigen Fahrminuten in Marchegg. Selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es keine Hexerei. Von Wien fahren regelmäßig REX-Züge zum Bahnhof Marchegg. Vom Bahnhof ist es ein Spaziergang von 30-40 Minuten über die Bahnstraße und Bernsteinstraße zum Schloss. Gegessen haben wir im Landgasthaus Nagl-Hager in Marchegg - dieses empfehle ich mit gutem Gewissen weiter. Preis/Leistung, Service und Wartezeiten waren TOP.

Fotos: Meine Männerwelt

Links: Landgasthaus Nagl-Hager 

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