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Gays lieben die Seefestspiele in Bregenz

Eigentlich hatte ich ja großes Pech: Bei der Auswahl meines Termins für meinen Trip nach Bregenz habe ich nicht auf den Kalender geachtet. Ich habe mir doch tatsächlich die Eisheiligen ausgesucht - und die zeigten sich von ihrer besten Seite. Kälte und Regen begleiteten mich bei meinem Aufenthalt in Bregenz. Doch beim Besuch der Seebühne der Bregenzer Festspiele meinten es die Eisheiligen dann doch noch gut mit mir: Strahlend blauer Himmel führten mich zur größten Seebühne der Welt. So konnte ich euch diese Fotos vom Aufbau der Seebühne mitbringen ...

© Meine Männerwelt

In diesem Jahr (und 2020) spielt es eine Oper in drei Akten, die Oper von Giuseppe Verdi aus dem Jahr 1851. Dazu ist auf der Website der Bregenzer Festspiele zu lesen: "Als Hofnarr amüsiert sich Rigoletto über das freizügige Leben seines Herzogs, den er tatkräftig bei dessen Eroberungen unterstützt. Sein Lachen über den erzürnten Monterone, der seine Tochter durch den Herzog entehrt sieht, bleibt ihm jedoch im Hals stecken, als dieser ihn verflucht. Ohne sein Wissen wird Rigoletto zum Mittäter bei der Entführung seiner eigenen Tochter Gilda, die er schützend zu Hause eingesperrt hält. In der Zuwendung des Herzogs sieht sie einen Ausweg aus der Obhut ihres Vaters. Dieser aber hat einen Mörder beauftragt, um den egoistischen Liebschaften des Herzogs ein endgültiges Ende zu bereiten. Doch als Rigoletto die verhüllte Leiche ins Wasser werfen möchte, hört er erneut dessen zynisches Credo »La donna è mobile« und fürchtet um das Leben seiner Tochter … Giuseppe Verdis mitreißendes und schaurig schönes Meisterwerk ist zum ersten Mal auf der Bregenzer Seebühne zu erleben. Der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl betont in seiner Inszenierung Verdis einzigartige Kontraste zwischen Spektakel und intimem Kammerspiel. Dem zirkushaften Treiben auf dem Fest, der waghalsigen Entführung und dem gruseligen nächtlichen Sturm stehen innige Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Gilda und dem Herzog gegenüber Mit der Möglichkeit auf der Seebühne zu inszenieren, geht für Stölzl ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Seine Musikvideos für die Gruppe Rammstein machten ihn bekannt, in Filmen wie Nordwand, Der Medicus und zuletzt Winnetou entwarf er atemraubende Szenen. Als Opernregisseur feierte er Erfolge unter anderen bei den Salzburger Festspielen, am Theater an der Wien sowie an den Staatsopern in Berlin und Dresden." Die Festspiele finden 2019 vom 17. Juli bis 18. August statt. Restkarten sind direkt bei den Bregenzer Festspielen zu erwerben. (Link am Ende des Beitrages)

© Bregenzer Festspiele / Kathrin Grabher

Die Bregenzer Festspiele sind ein Kulturfestival, das jährlich im Juli und August in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz in Österreich stattfindet. Anziehungspunkt für eine große Anzahl von Besuchern ist auf der weltweit größten Seebühne insbesondere das Spiel auf dem See. Das Festival ist bekannt für die Schönheit der natürlichen Kulisse des Bodensees, überdimensionale Bühnenbilder, technische Kabinettstückchen und eine einzigartige Akustik, die durch die Technik des Bregenzer Richtungshörens erreicht wird. Das Programm der Bregenzer Festspiele umfasste beispielsweise 2004 etwa 80 Veranstaltungen, die von über 215.000 Zuschauern besucht wurden. Das Hausorchester der Festspiele sind die Wiener Symphoniker.

© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis und Karl Forster "Carmen 2018"

Bei den ersten Festspielen 1946 wurden als „Spiel auf dem See“ im Gondelhafen Mozarts „Bastien und Bastienne“ und seine als Ballett choreographierte „Kleine Nachtmusik“ aufgeführt. Nach einer Spende von Karl Deuring stand den Festspielen ab 1950 mit einer 6400 Personen fassenden Tribüne die größte Seebühne der Welt zur Verfügung, die 1979 durch Umbauten zunächst auf 4400 Plätze reduziert wurde, nach erneuten Erweiterungen mittlerweile aber sogar knapp 7000 Zuschauer fasst. Als Spiel auf dem See wurde jährlich eine große Produktion des Musiktheaters inszeniert, anfänglich meist Operetten, Singspiele oder Spielopern, seit den 1970er-Jahren vermehrt Opern des internationalen Repertoires und Musicals. Zwischen 1960 und 1977 wurde die Seebühne außerdem immer wieder für Ballettaufführungen genutzt. Seit 1985 werden die Inszenierungen auf der Seebühne jeweils zwei Jahre lang gespielt. Im Frühjahr 2008 fanden auf der Seebühne auch Dreharbeiten für den James-Bond-Film Ein Quantum Trost statt, des Weiteren gastierte das ZDF während der Fußball-Europameisterschaft 2008 mit dem EM-Studio für die tägliche Berichterstattung auf der Seebühne. Im August 2010 fand auf der Seebühne die Uraufführung des Filmes Der Atem des Himmels von Reinhold Bilgeri statt. Die Vorstellung war mit rund 7000 Zuschauern schon Wochen vorher ausverkauft.

Für meine Unterkunft wählte ich bei diesem Besuch das JUFA-HOTEL in Bregenz, nahe dem Festspielhaus gelegen. Das JUFA ist ein nettes Hotel (bessere Jugendherberge) bei bester Lage. In nur wenigen Schritten erreicht man den Bahnhof von Bregenz, die Festspielbühne der Bregenzer Festspiele und den einzigartigen Bodensee. Das Zimmer bietet jeden Komfort, welchen man in einem guten Hotel erwarten kann. Vom WC/Bad, TV bis hin zum Zimmersafe und Fön ist alles vorhanden. Das Zimmer war sehr sauber. Selbst das Frühstücksbuffet lies keine Wünsche offen. Die Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Architektonisch finde ich das JUFA Bregenz ein Meisterwerk. Früher eine Fabrik, wurde der Charakter der Fabrik (ehemaliges Benger-Areal) beibehalten und gekonnt in ein Hotel umgewandelt. Dass es am Gang auch mal etwas lauter als in einem gängigen Hotel werden kann - damit muss man in einem Hotel rechnen, welches viele junge Menschen (Gruppen) beherbergt. Meist kehrte jedoch ab 22:00 Uhr Ruhe ein. Ich kann euch das JUFA in Bregenz mit gutem Gewissen weiterempfehlen. 

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